Executive Leadership Programm (ELP)

Entwicklungsprogramm für Führungskräfte für messbare Transferergebnisse

Was ist der Anlass?

Führung steht in einem großen Zusammenhang mit der Erbringung von Leistungsergebnissen. Die großen Leistungen und Erfolge aber auch die Krisen und Misserfolge sind Resultanten von Führungsentscheidungen und Führungsverhalten. Mit diesem Programm verbinden wir Training, Coaching und die Schaffung eines höheren Leistungsniveaus und besseren Zielerreichungsgrades. Dieses Programm fokussiert auf mittlere Führungskräfte.

Was ist das Ziel und der Nutzen?

  • 1

    Die Führungskräfte sind sensibilisiert dafür, welche Relevanz ihre Entscheidungen und ihre Vorbildfunktion für das Erreichen von Leistungs-Exzellenz haben.

  • 2

    Bei den Führungskräften hat durch die intensive Auseinandersetzung mit den persönlichen Entwicklungsfeldern ein deutlicher Entwicklungsprozess stattgefunden. Die Koppelung der persönlichen Entwicklungsfelder mit Leistungsverbesserungen hat im eigenen Bereich zu messbaren Verbesserungen geführt.

  • 3

    Jeder Teilnehmende hat eine „Mutige Aktion“ umgesetzt und damit eine entscheidende Entwicklung für sich oder den eigenen Arbeitsbereich erwirkt.

  • 4

    Die Teilnehmenden setzten sich mit modernen Entwicklungen und Tendenzen der Personalführung und der strategischen Ausgestaltung des eigenen Arbeitsbereiches auseinander.

  • 5

    Im Rahmen der einzelnen Module konnten mögliche Engpässe im Rahmen eines internen Coaching Prozesses aufgearbeitet werden.

Wie gehen wir vor?

Die Inhalte des Entwicklungsprogramms verteilen sich über 12 Monate auf 4 Module, mit unterschiedlichen Schwerpunkthemen. In den Zwischenphasen der Module übertragen die Teilnehmenden gewonnene Erkenntnisse in den Arbeitsalltag. Hierzu wird die unten beschriebene „Mutige Aktion“ genutzt. Während der Module werden die Führungskräfte durchgehend durch eine/n Wildenmann-Trainer/in begleitet.

Neben der Vermittlung theoretischer Inhalte steht vor allem das aktive Ausprobieren der Teil-nehmenden im Vordergrund. Um auch auf die persönliche Situation der Teilnehmenden eingehen zu können, arbeiten wir mit kollegialer Beratung in Kleingruppen (Family Groups) sowie mit Einzelberatung (Coaching). Daneben bekommen die Teilnehmenden in Rollensettings sowie bei großen und kleinen Übungen/Aktionen immer wieder Möglichkeiten, neue Führungstechniken auszuprobieren und zu reflektieren.

Abstimmungen mit dem Auftraggebenden

In der Vorbereitungsphase des Programms bedarfs es einer Synchronisation, damit die Erwartungen und Bedarfe des Auftraggebers optimal bedient werden können. Zu zwei weiteren Punkten wird Abstimmungsbedarf bestehen: Die Auswahl und Freigabe der Mutigen Aktionen sowie bei der Vorbereitung des Abschlusskolloquiums.

Transferaufgabe Mutige Aktion (MA)

Ein besonderes Element des Programms stellt die Verzahnung von Theorie und Praxis durch die Transferaufgabe der Mutigen Aktion dar. So wird sichergestellt, dass das Gelernte unmittelbar in der Praxis angewendet wird.

I firmly believe that each person […] deserves a great leader.

Dr. Severin Schwan (CEO, Roche-Gruppe)

Die Teilnehmenden definieren für den eigenen Zuständigkeitsbereich eine entscheidende (strategische) Fragestellung. Dies kann die Bewältigung einer Herausforderung, eines Problems oder eine Prozessoptimierung sein, die für den Erfolg maßgeblich und kritisch ist. Durch die Umsetzung der MA werden zentrale Fragestellungen eines Arbeitssystems verbessert. Dies gelingt aber nur, wenn der Teilnehmende in der Lage ist, für die Umsetzung der MA gezielt außerhalb der eigenen Komfortzone entlang eigener Entwicklungsfelder zu agieren.

Die Themen müssen einen wertvollen strategischen Beitrag liefern und die Teilnehmenden fordern. Das bedeutet auch, dass die MA das Risiko besitzen (dürfen) zu scheitern, wenn dadurch wertvolle Erkenntnisse gewonnen werden. Auch gescheiterte Mutige Aktionen sind entsprechend zu würdigen. So wird parallel auch ein Beitrag zu einer positiven Fehlerkultur geleistet.

Coaching- und Rückmeldegespräche

Zur bedarfsgerechten Unterstützung der Teilnehmenden werden Coachingtickets zur Verfügung gestellt. Für die Teilnehmenden besteht die Möglichkeit, im Laufe des Programms maximal fünf interne Coaching-Sitzungen in Anspruch zu nehmen.

Eine Coaching-Sitzung umfasst 90 Minuten. Die Coachings werden durch Führungskräfte aus den durchführenden Unternehmungen vorgenommen

In den Rückmeldegesprächen werden die Ergebnisse des Persönlichkeitstests und das 360°-Feedbacks durchgeführt. Dies, um sicherzustellen, dass alle Stärken und Handlungsbedarfe aus den Instrumentarien erkannt und genutzt werden können.

Die Rückmeldegespräche werden extern durchgeführt.

Ablauf des Programmes

Die nachfolgende Skizze gibt einen Überblick zum Ablauf des Programmes. Der zeitliche Ablauf orientiert sich an Erfahrungswerten und kann nach Bedarf angepasst werden.

Kick-Off Meeting für die Teilnehmenden (0,5 Tage)

In einem halbtägigen Kick-Off Meeting wird allen Teilnehmenden das Trainings-Projekt gesamtheitlich vorgestellt. Der Trainer wird die Architektur des Programms, die damit verbundenen Ziele und die eingesetzten Tools sowie den Baustein zum Praxistransfer, die Mutige Aktion, vorstellen.

Die Kundenzentrierung als das zentrale strategische Element für das gesamte Programm wird hier vorgestellt. Dieses Thema wird im Modul 1 zentral thematisiert und in allen anderen Modulen immer wieder aufgenommen und weitergeführt.

Am Ende dieser Veranstaltung soll jede Führungskraft eine genaue Vorstellung davon haben, was wir mit diesem Programm vorhaben, und was erreicht werden soll.

Leadership Simulation (2 Tage)

Im ersten Modul leiten die Teilnehmenden in einem Markt konkurrierende Unternehmen. Sie verantworten alle Entwicklungen und Entscheidungen sowie den wirtschaftlichen Erfolg ihres Unternehmens. Somit sind sie gezwungen, bereits gelernte Inhalte anzuwenden und erhalten individuelles Feedback zu ihrem Führungsverhalten von KollegInnen und TrainerInnen.

Die Teilnehmenden besetzen verschiedene Positionen der Unternehmensführung und sind in den Simulationsperioden gefordert, typische Unternehmensdynamiken von der Sicherstellung der Produktion bis zur strategischen Neuausrichtung des Unternehmens zu bewältigen. Dabei werden, beispielsweise in Produktion und Marketing, Tätigkeiten unterschiedlicher Komplexität ausgeführt, sodass Führungskräfte ihre Mitarbeitenden vielfältig abgestuft befähigen, lenken und motivieren müssen, um ihr Unternehmen zu wirtschaftlichem Erfolg zu führen. Eingebettete Rollenspiele mit speziell geschulten Wildenmann BeraterInnen schaffen für jeden Teilnehmenden individuelle Führungssituationen und machen die Resultate des eigenen Führungsverhaltens direkt erlebbar.

Nach der Hälfte der Zeit werden die Rollen neu verteilt, sodass die Mitarbeitenden nun ihre bisherigen Vorgesetzten führen. Dieser Rollentausch ermöglicht die multiperspektivische Wahrnehmung der Führungssituationen und resultierte bisher stets in einem enormen Erkenntnisgewinn für die Teilnehmenden.

Im Hintergrund steuert eine komplexe Software den nach Marktmechanismen realistischen Verlauf der Simulation, sodass die wirtschaftliche Interaktion der konkurrierenden Unternehmen forciert wird. Darüber hinaus werden sämtliche Daten von betriebswirtschaftlichen Ergebnissen über Marketingmaßnahmen bis zur Anzahl der geführten Entwicklungsgespräche gesammelt und ermöglichen im Ergebnis eine vergleichende Beurteilung der Leistungen der teilnehmenden Gruppen.

Die Simulation ist in 60- bis 90-minütige Perioden analog zu Geschäftsjahren unterteilt. Zwischen diesen werden immer wieder auf den Simulationsverlauf individualisierte Lerninhalte zum Thema Führung vermittelt und Reflexionsanlässe generiert.

Typischerweise abgebildete Inhalte unserer Unternehmenssimulation sind:

  • Komplexitätsbewältigung
  • Strukturierung von Arbeitsprozessen
  • Umgang mit Veränderung
  • Konfliktmanagement
  • Mitarbeitergespräche
  • Personaleinsatz und Personalentwicklung
  • Strategische Orientierung
  • Transparente, stringente Kommunikation
  • Lateral führen
  • Interaktion mit internen und externen Kunden

In den regelmäßigen Reflexionsrunden werfen die Teilnehmenden, angeleitet durch den die Gruppe begleitenden Wildenmann Trainer, einen systematischen Blick auf erlebte Situationen, durchdenken Reaktionen auf Führungshandlungen und gewinnen so wertvolle Hinweise auf alternative Vorgehensweisen.

Auf Wunsch können die Beobachtungen zu jedem Teilnehmenden in einem Feedback-Bericht verdichtet werden, wobei Beobachtungsschwerpunkte und Detailtiefe im Vorfeld abgestimmt werden müssten.

Darüber hinaus können die Gruppen neben einem Wildenmann Trainer zusätzlich durch hausinterne BeobachterInnen begleitet werden, wenn dies vor dem Hintergrund des bisherigen Settings und der Unternehmensphilosophie darstellbar ist. So könnten die Beobachtungen aus der Simulation um wertvolle Inputs aus dem Alltag der Führungskräfte bzw. dem bisherigen Erleben im Entwicklungsprogramm ergänzt werden.

Im Ergebnis haben die teilnehmenden Führungskräfte nach den zwei Tagen das Spannungsfeld der Führung am eigenen Körper erlebt, grundlegendes Wissen zu Führungsaufgaben und -instrumenten weiter vertieft und individuelle Stärken und Entwicklungsfelder erkannt und bearbeitet.

Zwischenphase 1

  1. In einem 1:1 Gespräch bekommen die Teilnehmenden eine intensive Erläuterung des Auswerteberichts zum RBFL und soll die Teilnehmenden zur Reflexion anregen. Nicht nur das eigene Verhalten steht dabei im Vordergrund, sondern auch Besonderheiten oder Schwierigkeiten im Umgang und in der Zusammenarbeit mit anderen. Zudem wird das individuelle Verhalten in besonders stressreichen Situationen beleuchtet. Dieses Gespräch wird von einem Wildenmann Berater durchgeführt.

Grundlagen der Führung, Persönlichkeit, Motivation und Potenzial (2 Tage)

Die Teilnehmenden setzen sich im zweiten Modul zunächst mit grundsätzlichen Fragestellungen und Trends in der Führung auseinander. Im Einzelnen geht es um Fragestellungen und Themen wie:

  • Essentials der Führung
  • Führen von der Zukunft her: Die Rolle der Führungskraft in Zukunft
  • Rollenverständnis der Führungskräfte in einer agilen Welt
  • Resonanz erzeugen und Energizing Leadership als zentrale Basiskonzepte
  • Entwicklung der Intuition und kreativen Leistung
  • Erfolgsfaktoren im Management – Was erfolgreiche Manager wirklich anders machen
  • Management-Potenzial und Spin-Out-Verhalten
  • Intensivierung und Verstärkung der Fähigkeit zur Einflussnahme und Überzeugung

Im Fokus des zweiten Moduls steht die Frage danach, was gute Führungskräfte kennzeichnet. Daher arbeiten die Teilnehmenden in diesem Modul intensiv mit ihren Ergebnissen des Reflector Big Five Leaderships. Dieses Instrument zeigt den Teilnehmenden zum einen Facetten ihrer Persönlichkeit am Arbeitsplatz auf und verdeutlicht zum anderen die individuellen Stärken und Entwicklungsfelder.

Die Teilnehmenden reflektieren die Ergebnisse und führen eine persönliche Stärken-Schwächen-Analyse durch. Daraus abgeleitet definieren sie persönliche Entwicklungsziele und Ansatzpunkte zur Verbesserung im eigenen Arbeitsbereich.

Ein weiterer Bestandteil des Moduls ist das Thema Motivation. Die Teilnehmenden erkennen wie Mitarbeitende stärker motiviert werden können. Hier fokussieren wir Motivationsaspekte wie:

  • „Was motiviert mich?“
  • „Was demotiviert mich?“
  • „Wie kann ich Motivation bei mir und anderen beeinflussen?“

Bei der Beschäftigung mit diesen Fragen konzentrieren wir uns auf die Entstehung spezifischer, also auf eine bestimmte Aufgabe gerichteter Motivation, um Wege zu identifizieren, Engagement, Commitment und Begeisterung zu erzeugen.

Sämtliche Aufgaben und Prozesse, die in der Zwischenphase starten, werden am Ende von Modul 1 vorgestellt, sodass deutlich wird, welchen Beitrag die Teilnehmenden aktiv zu leisten haben, damit die Ziele des Programms auch erreicht werden können.

Zwischenphase 2

  1. In dieser Phase wird die programmbegleitende Bearbeitung der „Mutigen Aktion“ (MA) initiiert. Hierzu werden noch im Rahmen von Modul 2 sogenannte „family groups“ gegründet. In diesen Gruppen wird die Ideenfindung zu möglichen Themen der Mutigen Aktionen durchgeführt. Ziel ist, dass bis zum nächsten Modul jeder Teilnehmende zwei Ideen einer Mutigen Aktion vorstellt, welchen den vorgegebenen Kriterien (Komplexitätsgrad, Beitrag zur Strategieumsetzung, Realisierbarkeit mit Bordmitteln etc.) gerecht wird und bis zur Abschlussveranstaltung bearbeitet sein kann.
  2. Die Moderation der Ausarbeitung und Zusammenstellung der Mutigen Aktionen wird unter Moderation des Mentors durchgeführt.
  3. Die 360°-Feedbacks werden mit der Benennung der Einschätzenden durch die Teilnehmenden gestartet. Für die persönliche Auswahl und Ansprache der Feedbackgebenden erhalten die Teilnehmenden eine Woche Zeit. Für alle beginnt danach zeitgleich, unabhängig vom eingesetzten Verfahren (Leadership Circle & Talent Circle), die eigentliche Befragung. Die Feedbackberichte stehen dann in Modul 6 zur Verfügung.

Strategische Positionierung, Prioritäten setzen und Delegation (2 Tage)

Die Teilnehmenden setzen sich im dritten Modul zunächst mit der Frage nach der strategischen Positionierung auseinander. Es geht darum, sich auf einem höheren Abstraktionsniveau mit Fragen der Zukunft zu beschäftigen. Eine wichtige Funktion in der Führung ist die Schaffung von Orientierung. Mit der Orientierung sind das Commitment und Engagement der Mitarbeitenden stark gekoppelt.

Außerdem ist auf dem Führungslevel der Teilnehmenden die strategische Ausprägung des eigenen Bereiches ein wichtiger Faktor. Es geht in der Führung immer um zwei Dinge:

  1. Die Business-Ziele zu erreichen.
  2. Den Wirkungsgrad des eigenen Bereiches zu vergrößern.

Damit verbunden ist der bewusste Umgang mit Prioritäten und die Bereitschaft und Fähigkeit zur Delegation. So beschäftigen wir uns in diesem Teil auch mit dem Thema Selbstführung. Nur, wer sich selbst führt, kann auch andere führen.

Im Einzelnen beschäftigen wir uns mit Fragestellungen und Themen wie:

  • Führen von der Zukunft her
  • Delegation von Entscheidungen
  • Koordination und Zuordnung von Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten
  • Entwicklung von Selbstständigkeit und Selbstwirksamkeit
  • Entwicklung von Zielkongruenz und Eigenverantwortlichkeit

Zwischenphase 3

  1. Die Teilnehmenden arbeiten weiter an ihrer Mutigen Aktion und an der Realisierung des Projektes. Dieser Prozess wird weiterhin vom Mentor koordiniert.
  2. Weitere Coachingtickets können bei Bedarf eingelöst werden. Sinnvoll ist hier auch, diese zur Einzelberatung für die Durchführung der Mutigen Aktion zu nutzen.
  3. Nach Freigabe der Mutigen Aktionen durch die Geschäftsführung beginnt die Arbeit an der Umsetzung ihrer „mutigen Führungsaktion“ in dieser Phase.
  4. In 60-minütigen Feedback-Gesprächen (Coaching) zum 360°-Feedback mit einem/einer Wildenmann-BeraterIn werden die Teilnehmenden sich mit ihrer Wirkung auf Dritte auseinandersetzen. Dabei bietet die Verknüpfung von qualitativer Einschätzung von Aspekten der Persönlichkeit, der Kompetenz und des Führungsverhaltens mit deren Relevanz im aktuellen Arbeitskontext die Möglichkeit, treffgenau individuelle Entwicklungsfelder zu identifizieren.

Situative Führung, Coaching und Kommunikation (3 Tage)

Zu Beginn des vierten Moduls erhalten die Teilnehmenden die Feedbackberichte des 360°-Feedbacks. Mit Hilfe dieses Berichts reflektieren sie ihre eigene Wirksamkeit in Arbeits- und Führungssituationen. Die individuellen Rückmeldegespräche hierzu finden in der nächsten Zwischenphase statt.

Die Teilnehmenden setzen sich in diesem Modul mit ihrer speziellen Arbeits- bzw. Führungssituation auseinander. Wie sind einzelne Mitarbeitende zu führen, wie ein ganzes Team? Wie nehme ich Einfluss, auch ohne den Status Führungskraft zu haben? Welche Unterstützung kann und muss eine Führungskraft anbieten, um eine ansprechende Leistungsfähigkeit im eigenen Bereich sicherzustellen?

Das richtige Fragen und Sagen zu beherrschen und sich seiner sprachlichen Ausdrucksmöglichkeiten bewusst zu sein, ist ein wichtiger Bestandteil jeglicher Mitarbeitergespräche und Arbeitsbeziehungen. Dies heißt, Interesse am Gegenüber zu zeigen und ein klares Ziel vor Augen zu haben. Daher ist Kommunikation ein weiteres Thema in diesem Modul. Hierzu wird zunächst auf den Wahrnehmungs­kreislauf eingegangen, um die Bedeutung von Kommunikation zur Klärung einer Situation oder zur Angleichung verschiedener Perspektiven zu verdeutlichen. Leitend ist hierbei auch die Frage, wie das eigene Kommunikationsverhalten Situationen beeinflussen kann und Nutzen stiftet, sei es für die Person selbst, aber auch für Vorgesetzte, KollegIinnen, Mitarbeitende und KundInnen. Dazu werden die nötigen theoretischen Grundlagen geschaffen, bevor der Großteil des Seminars dem Üben tatsächlicher (herausfordernder) Kommunikationssituationen gewidmet wird.

Im Wesentlichen setzen sich die Teilnehmenden mit reflexiven Gesprächstechniken auseinander. Wir haben ein leistungsfähiges Tool entwickelt, mit dem man Sprache professionalisieren kann. Mit diesen Techniken gelingt es, unnötigen Widerstand und Gegenreaktion zu vermeiden und stattdessen Zielkongruenz aufzubauen, um mit anderen an den wichtigen Lösungen und Entwicklungen zu arbeiten.

Außerdem setzen sich die Teilnehmenden in diesem Modul mit den Techniken zur Anwendung von Coaching auseinander. Sie lernen, einen Coaching-Prozess so zu planen, dass sie in der Lage sind, die richtigen Schritte zur Umsetzung zu bringen und die notwendige Unterstützung für die Mitarbeitenden zu gewährleisten.

In diesem Modul nimmt auch das Modell des Situativen Führens einen wichtigen Part ein. Hierbei geht es darum, das richtige Gespür zu erlangen, welcher Mitarbeitende in welcher Rolle mit welchem Stil geführt werden sollte, um optimale Ergebnisse liefern zu können. Das Bewusstsein für den eigenen präferierten Führungsstil und diejenigen, die bislang noch schwach oder überhaupt nicht ausgeprägt sind, wird durch den Abgleich mit dem eigenen 360°-Feedback weiter intensiviert.

Die in der letzten Zwischenphase hervorgebrachten Ideen für die Mutigen Aktionen werden vorgestellt und weiter verfeinert. Ziel ist, dass jeder Teilnehmende nun einen präferierten Vorschlag für die eigene Mutige Aktion erarbeitet hat. Diese werden nach dem Modul an die Geschäftsführung zur Freigabe weitergereicht.

Führung und Veränderung (2 Tage)

Eine aktive Rolle als ImpulsgeberIn, Orientierungspunkt, Steuermann und Motivator – die Liste der Anforderungen an moderne Führung in Veränderungsprozessen ist lang und anspruchsvoll. Das Know-how zu psychologischen Prozessen in der Gestaltung von Veränderungen wird in diesem Modul aufgebaut und die damit verbundenen Anforderungen an Führung in Veränderungsprozessen herausgearbeitet.

Die Kultur, in der ein Veränderungsprozess stattfindet, beeinflusst diesen maßgeblich. An dieser Stelle wird auf das Modell der Kultur-Patterns zurückgegriffen. Die Diskussion fokussiert sich auf die besonders unterstützenden und hinderlichen Ausprägungen der Patterns.

Ziel dieses Moduls ist es, die Teilnehmenden zur Begleitung von Change-Projekten weiter zu befähigen. Vor dem Hintergrund der laufenden Mutigen Aktionen der Teilnehmenden, die letztlich auch einen Veränderungsprozess darstellen, ist der Praxisbezug automatisch gegeben. Theoretische Grundlagen sind dazu die Phasen eines Veränderungsprozesses, die Tipping Point-Theorie, die Dynamik und die Schwellen in einem Veränderungsprozess.

Wir haben über die Jahre hinweg verschiedene sehr praxisorientierte und für die Umsetzung eines Veränderungsvorhabens hilfreiche Einzelkonzepte entwickelt, die in dem Training vermittelt werden. Diese sind:

  • Des Adlers Flügel
    Konsequenz und Klarheit in der Umsetzung bei gleichzeitigem Einbezug der menschlichen Belange in die Architektur des Erfolgs.

  • Der „Tipping Point“
    Sich auf die hebelwirksamen Faktoren konzentrieren.

  • „Frühe Übernehmer“ einbinden
    Mit der 30%-Regel das System kippen.

  • Psychologisches Investment durch Commitment herstellen
    Die individuelle Reflexion als Vorbedingung für Veränderung.

  • Dynamik in Veränderungsprozessen
    Die segensreiche Wirkung der Reflexion.

  • Vertrauen zum „Kapitän“ schaffen
    Auch in rauen Zeiten ein Gefühl von Sicherheit vermitteln.

  • Immunität
    Die wahren Gründe kennen und bearbeiten, die die Veränderung behindern.

  • Schwellen in Veränderungsprozessen
    Vom Fachmann zum Problemlöser.

  • Pendulum
    Die Lösung liegt im Gegenteil.

Die Teilnehmenden lernen den Change-Fragebogen kennen. Mit diesem Befragungssystem kann die Erfolgswahrscheinlichkeit eines Change-Prozesses und die dafür maßgeblichen Faktoren ermittelt werden.

Zwischenphase 4

  1. Die Teilnehmenden arbeiten weiter an ihrer Mutigen Aktion.
  2. Weitere Coachingtickets können bei Bedarf eingelöst werden. Sinnvoll ist hier auch, diese zur Einzelberatung für die Durchführung der Mutigen Aktion zu nutzen.
  3. In 60-minütigen Feedback-Gesprächen (Coaching) zum 360°-Feedback mit einem/einer Wildenmann-BeraterIn werden die Teilnehmenden sich mit ihrer Wirkung auf Dritte auseinandersetzen. Dabei bietet die Verknüpfung von qualitativer Einschätzung von Aspekten der Persönlichkeit, der Kompetenz und des Führungsverhaltens mit deren Relevanz im aktuellen Arbeitskontext die Möglichkeit, treffgenau individuelle Entwicklungsfelder zu identifizieren.

Abschlusskolloquium (0,5 Tage)

Abgeschlossen wird das Programm durch die Präsentation der Mutigen Aktionen vor der Geschäfts­führung und den anderen Teilnehmenden des Entwicklungsprogrammes im Rahmen des Abschlusskolloquiums.

In der Veranstaltung präsentieren die Teilnehmenden die Umsetzung bzw. den Bearbeitungsstand ihrer Mutigen Aktion. Erfolge werden sichtbar gemacht und gewürdigt. Aber auch gescheiterte MA sind möglich, die dennoch enorm wertvoll sein können und entsprechend zu würdigen sind.

Daher schlagen wir vor, dass intern die drei besten oder mutigsten Projekte prämiert werden. Dies sollte vorab kommuniziert werden, um einen zusätzlichen Anreiz für das Engagement in den Herausforderungen zu schaffen. Die Umsetzung dieser oder weiterer strategischer Herausforderungen könnte auch über interne Kommunikationskanäle (Hauszeitung, Intranet etc.) sichtbar gemacht werden.

Durch das Abschlusskolloquium wird die aktive Teilnahme und das Engagement der Teilnehmenden aufgewertet und das Programm in einem angemessenen Rahmen beendet.

Wie hoch ist die Investition?

Leistung Aufwand Kosten für Berichte Honorar (Tages- bzw. Stundensatz) Kosten in €
Abstimmungen mit dem Auftraggebenden 0,5 Tage  2.600 1.300
Vorbereitung der Module, Aufbereitung der Inhalte 1,5 Tage  2.600 3.900
Kick-Off Meeting 0,5 Tage 2.600 1.300
Durchführung Modul 1 Leadership Simulation 6 Tage 2.600 15.600
Durchführung Modul 2 2 Tage 2.600 5.200
Durchführung Modul 3 2 Tage 2.600 5.200
Durchführung Modul 4 3 Tage 2.600 7.800
Durchführung Modul 5 2 Tage 2.600 5.200
Durchführung Abschlusskolloquium 0,5 Tage 2.600 5.200
Coaching- und Rückmeldegespräche für 10 TN à 3 x 10 h 30 h 325 9.750
Eingesetzte Befragungsinstrumente:
Reflector Big Five Leadership 10 Stück 150 1.500
Leadership Circle 5 Stück 325 1.625
Talent Circle 5 Stück 250 1.250
Change Fragebogen 10 Stück kostenlos 0
Gesamtkosten 62.125

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